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Text Kunst Werk
Zeitschrift Umělec
Jahrgang 2006, 3
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Text Kunst Werk

Zeitschrift Umělec 2006/3

01.03.2006

Tomáš Pospiszyl | text und kunst | en cs de

Die zeitgenössische tschechische Kunst tendiert in den letzten Jahren mehr und mehr zum Konzeptualismus. Eine der Erscheinungsformen dieser Richtung kommt in der immer größer werdenden Anzahl von Künstlern zum Ausdruck, die mit Texten arbeiten. Ihre jeweiligen Vorgehensweisen sind dabei ganz unterschiedlich: Die Text-Botschaft kann Bestandteil eines Gemäldes, einer Zeichnung, einer Fotografie, eines Drucks, eines dreidimensionalen Objektes, eines Films oder eines ins Internet gestellten Werkes sein. Sie wird von Künstlern eingesetzt, die an nicht-bildhaften oder kombinierten Narrationsformen interessiert sind, sowie von Künstlern, die auf dem Gebiet des sozialen Aktivismus tätig sind. Mit ihr lassen sich Aktionen und Situationen dokumentieren, die mittels einer Fotografie oder Video-Aufzeichnung nicht ausreichend erklärt oder zu sehr auf eine ästhetisch bildhafte Ebene verschoben würden. Einigen Künstlern dient der Text als analytisches Instrument für die Untersuchung von Sprache und Kommunikation als solcher.
Es scheint, dass im Rahmen der Arbeit mit Texten in der tschechischen Kunst ein neues Genre in Erscheinung getreten ist. Als Grundmaterial dafür dienen Zitate aus Zeitungsmeldungen. Die Form dieses Genres bildet die Installation im öffentlichen Raum, in der versucht wird, jegliche persönliche Handschrift zu eliminieren. Man könnte dieses neue Genre als Text-Sampling oder sogar als Informations-Ready-mades bezeichnen.
Der Urheber des ältesten mir bekannten Beispiels für dieses neue Genre bei uns in Tschechien ist Ivan Vosecký. Obwohl Vosecký bereits seit vielen Jahren Texte in sein Werk einbezieht, stehen sie doch im Schatten seiner parallel dazu entstehenden Gemälde und Zeichnungen. Seine Arbeit mit Texten nimmt viele Formen an: Sie reichen von öffentlichen “Graffiti Haikus”, die die städtische Architektur mit einbeziehen über Installationen von skulpturalem Ausmaß in Galerien bis hin zu winzigen skizzenhaften Aufzeichnungen. Deren Inhalt bilden zumeist paradoxe Mitteilungen, sarkastische und provozierende Gemeinplätze, denen man nur schwerlich etwas hinzufügen kann, auch wenn man ihnen viel hinzufügen möchte.
Ivan Vosecký stellte 1999 auf seiner Ausstellung O lásce ("Über die Liebe“) in der Villa Richter einige vergrößerte Texte aus, die er aus Zeitungen übernommen hatte. Jedoch brach in der Villa ein Brand aus, so dass sie geschlossen werden musste; einige seiner ausgestellten Werke wurden beschädigt. Aus diesem Grund haben Voseckýs Text-Ready-mades bei ihrer ersten öffentlichen Präsentation keine Beachtung finden können. Eine neue Version dieser Arbeit zeigte er erst 2006 auf einer Ausstellung in den Karlín Studios, die einen Querschnitt seines Werks präsentierte. Es handelte sich dabei um kurze Zeitungsmeldungen aus der Rubrik Polizeinachrichten, in denen es um sehr drastische Verbrechen geht. Vosecký hatte dabei deren ursprüngliche grafische Gestaltung übernommen und sie lediglich auf Papier vergrößert, das er dann auf dem Fußboden installierte. Der Leser dieser Nachrichten wird nicht nur von der Brutalität der beschriebenen Taten gefesselt, sondern auch von der Tatsache, dass es aus völlig geringfügigen und rational nicht erklärbaren Gründen zu diesen Morden und Gewalttaten kommt. Einige der nüchtern beschriebenen Verbrechen enthielten Elemente der Überraschung oder eines grotesken Missgeschicks innerhalb der Tat. Etwa wenn es den Tätern nicht gelang, das Verbrechen wie geplant durchzuführen und die Ereignisse einen unerwarteten Gang nahmen, durch den sich die kaltblütige Grausamkeit und Sinnlosigkeit noch steigerte. Der Eindruck, dass die Texte über ihren ursprünglichen Informationswert hinaus auch noch eine “tiefere” Bedeutung enthalten, entsteht vielleicht in erster Linie dadurch, dass sie aus dem Kontext der Tagespresse herausgerissen sind. Wir staunen, dass wir diese Geschichten in der Zeitung nicht wahrgenommen haben – gleichzeitig aber fragen wir uns, weshalb sie auf der Ausstellung als Kunstwerk präsentiert werden. Doch diese Frage ist ebenso vergeblich wie der Versuch, die Gründe für die Verbrechen zu verstehen.
Ivan Vosecký gehört offenkundig zu den langjährigen und aufmerksamen Lesern der Rubrik Polizeinachrichten. Bereits sein Bild Poplach ("Alarm“) aus dem Jahre 1997 bezieht neben abstrakten malerischen Elementen und einer nachgezeichneten Detektiv-Bildergeschichte einen handschriftlich abgeschrieben Text aus den Polizeinachrichten ein. Die Spannung des Bildes entsteht aus dem Kontrast scheinbar zusammenhangsloser Elemente. Damit besteht eine gewisse Nähe zu den Gemälden von David Salle, die Assoziationen mit dem Zappen zwischen Fernsehkanälen und der nicht hierarchisch strukturierten Informationsflut hervorrufen. Im Vergleich zu Poplach ist Voseckýs Textinstallation aus den Karlín Studios frei von der formalen Raffinesse eines gemalten Bildes. Die Intervention des Künstlers beschränkte sich dort nur auf die Auswahl des Textes und dessen Vermittlung.
Ein analoges Prinzip des Zitierens von Texten hat im September 2005 Michal Rydval im öffentlichen Raum angewandt. Seine Ausstellung am Kapitän-Jaroš-Kai in Prag, anlässlich derer er in einer Pressemeldung als Typograf und Texter im öffentlichen Raum bezeichnet wurde, präsentierte ein Werk mit dem Titel Vím, že jsem blbá, ale je to jediný způsob jak lidem něco ukázat ("Ich weiß, dass ich blöd bin, aber das ist die einzige Art, wie man den Leuten etwas zeigen kann“); es trägt den Untertitel Série sedmi citací z českých médií a publikací z let 2001–2005 ("Eine Serie von sieben Zitaten aus tschechischen Medien und Publikationen aus den Jahren 2001-2005“). In dem erwähnten Dokument wird das Werk mit einem Zitat von Hans Belting aus dessen Buch “Das Ende der Kunstgeschichte” angeführt: “Die Reproduktion wird zum Ort eines Kommentars über die Welt, so wie früher die Produktion, also das Werk, der Selbstausdruck des Künstlers war.” Wenn Michal Rydval in erster Linie Typograf ist, so verblüfft uns bei seiner Intervention am Kapitän-Jaroš-Kai vor allem der beinahe vollständige Verzicht auf die übliche grafische Arbeit mit dem ausgewählten Text. Der Autor hat die grafische Gestaltung der ursprünglichen Zeitungsmeldung nicht übernommen, sondern den Text vielmehr abgeschrieben. Er wählte eine normale schwarze Schriftart aus, deren Größe sich nach der Länge des Zitates richtet, so dass der Text eine möglichst große Fläche der Tafel bedeckt. Bei jedem Text sind der Autor und die Quelle mit kleinerer Schrift angeführt. Die Zitate gewinnen durch ihre Größe sogar eine erschreckende Monumentalität. Man könnten also meinen, dass es hier um Informationen, Ansichten und Gedanken von großer Wichtigkeit geht, die nicht verloren gehen sollten. Ihre Autoren sind Persönlichkeiten wie Václav Bělohradský oder Milan Knížák. Zwischen ihnen finden sich jedoch auch banale, anscheinend wertlose Texte, wodurch wiederum die Wichtigkeit der andern Zitate in Zweifel gezogen wird.
Mit einer ähnlichen Vorgehensweise beschäftigt sich, von der Infrastruktur der zeitgenössischen Kunst radikal abgetrennt, seit rund zwei Jahren Ondřej Doležal. Er wählt kurze Textabschnitte aus der Tagespresse und aus Büchern aus. Diese Zitate setzt er mit neutraler Schrift in ein Hochformat und lässt das ganze in Plakatgröße drucken Die Plakate lässt er dann von einem Plakatierdienst an offiziellen Plakatflächen der Stadt Brno anbringen. In den Texten geht es zumeist um Extremsituationen. Sie stammen offensichtlich aus Science-Fiction-Romanen, wissenschaftlichen Abhandlungen und Zeitungsnachrichten – allerdings ohne Hinweise auf ihre Quellen. Auf den Plakaten finden sich außer dem Text keinerlei Informationen, Namensangaben oder Kontaktadressen, die dabei helfen könnten, das Projekt zu erklären, oder die den Lesern die Möglichkeit eines Feedback geben würden. Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels wussten lediglich einige der engsten Freunde von Ondřej Doležal über die Urheberschaft der Plakate Bescheid. Er selbst dokumentiert die Ergebnisse seiner Tätigkeit nur gelegentlich und unvollständig. Er weiß nicht, wo genau seine Plakate auftauchen; meistens dauert es nur ein paar Tage, bis sie wieder von anderen Plakaten überklebt sind.
Auch Ondřej Doležal beschäftigt sich professionell mit grafischen Gestaltungen, und ebenso wie Michal Rydval bemüht er sich in dem oben beschriebenen Projekt, die eigene ästhetisierende Intervention zu begrenzen.
Er wählt eine serifenlose Schrift einheitlicher Größe, er arbeitet dabei ausschließlich mit schwarzer Schrift auf weißem Untergrund oder mit weißer Schrift auf schwarzer Fläche. Neben anderen Plakaten wirkt diese reine Schrift umso ausdrucksstärker. Seine Plakate werfen die Frage auf, für wen sie bestimmt sind und was sie bedeuten. Man könnte sich vorstellen, dass es sich um eine raffinierte Werbekampagne oder um das Werk eines religiösen Phantasten handelt. Selbst wenn wir wissen, dass sie eine künstlerische Äußerung sind, können wir nicht herausfinden, nach welchen Gesichtspunkten – wenn es überhaupt welche gibt – Ondřej Doležal aus dem Ozean der Texte gerade diese Zitate ausgewählt hat.
Kunstwerke, die nur aus einem Schriftzug bestehen, haben eine lange Geschichte. Beim Zitieren von Texten aus Medien, wie von Ivan Vosecký, Michal Rydval und Ondřej Doležal praktiziert, handelt es sich aber nicht einfach um eine Weiterentwicklung der Vorgehensweise aus der klassischen konzeptuellen Kunst, wo der Text bereits seit den sechziger Jahren eine wichtige Rolle spielt, oder um eine postmoderne engagierte Dichtkunst à la Jenny Holzer. Auch wird nicht an den so genannten “Affichisme”, an Graffiti oder andere illegale Interventionen im öffentlichen Raum angeknüpft. Es geht um eine äußerst korrekte Intervention im existierenden System der öffentlichen visuellen Kommunikation. Anscheinend sind alle drei der hier angeführten Künstler der Ansicht, dass es nicht nötig sei, sich neue Geschichten auszudenken oder neue Informationen mitzuteilen, sondern dass es ausreiche, etwas zu zitieren, das bereits niedergeschrieben worden ist. Dass es ausreiche, wenn man etwas bereits Aufgeschriebenes aufmerksam durchliest und versucht, sowohl die einzelnen Aussagen als auch deren mögliche wechselseitige Abhängigkeit erneut zu begreifen.
Durch den Akt des künstlerischen Zitierens erhält der Text einen besonderen Status, auch wenn Sinn und Interpretation verborgen bleiben. Anstatt danach zu fragen, was in einer Welt, die mit künstlerischem Schaffen überflutet wird, Kunst ist und was nicht, stellen diese Werke die Frage, was im Informationsstrom, der ununterbrochen um uns herum fließt, wichtig ist und was nicht. Ich vertrete die Ansicht, dass die Arbeit dieser Künstler eine ethische Dimension hat. Sie sind bestrebt, die Sprache zur unverfälschten Kommunikation zurückzuführen – vielleicht unterdrücken auch gerade deshalb alle der hier angeführten Künstler ganz bewusst den grafischen Aspekt der von ihnen ausgewählten Texte. Sie glauben daran, dass der Text immer noch ein unmittelbarer Träger von Bedeutung werden kann. Diesen Glauben können wir aus dem Bestreben ableiten, der medialen Informationsflut zu trotzen. Ebenso entdecke ich darin jedoch eine kritische Beziehung der genannten Künstler zu den etablierten Formen bildender Kunst und zu deren Fähigkeit, die aktuelle gesellschaftliche Situation zu reflektieren. Dem entspricht die neue Art und Weise, mit der sie die Position des Künstlers definieren. Dieser ist nicht mehr eine für die Medien interessante Persönlichkeit, deren Talent notwendigerweise auch durch persönliches Charisma ergänzt wird, sondern lediglich ein anonymer Vermittler ohne individuelle Identität. Die Tätigkeit dieser Künstler stellt so etwas wie eine künstlerische Reduktionsdiät dar, ein konzeptualistisches Monochrom, das sich schwerlich noch weiter reduzieren lässt. Aus der Sichtweise der traditionellen Kunst verzichten sie auf Originalität, Innovation, Urheberrolle und schließlich auch auf die künstlerische Form. Als ob sie Angst oder Misstrauen hätten, irgendetwas Neues zu schaffen, sampeln sie auf puristische Weise Texte. Texte, die ansonsten wohl übersehen worden wären und deren Bedeutung, emotionaler Inhalt und vielleicht auch Schönheit nun in den Interventionen sichtbar werden.






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